Prüfpunkt
Schritt 24 von 38 Kapitel 3 · Encoder 2: Cutoff
Dreh am zweiten Regler.
Der Klang rückt näher und weiter weg: mal hell und offen, mal dumpf, als läge eine Decke darüber. Der erste Regler tut dabei weiter, was er vorher tat.
Die Taste hier spielt nur vor, wie es klingen soll. Der echte Ton kommt aus dem Lautsprecher am Brett, nicht aus dem Computer.
Ein Filter nimmt weg, er fügt nichts hinzu. Der im Chip ist ein Sieb für Schwingungen: Die langsamen, tiefen lässt er durch, die schnellen, hohen hält er zurück. Dein Regler verschiebt, wo die Grenze liegt. Steht er weit offen, kommt fast alles durch; drehst du zu, bleibt nur noch das Tiefe übrig. Weggenommen wird immer von oben, deshalb wird der Ton dumpfer, aber nie tiefer.
In einem Klang schwingt nämlich nicht nur eine Bewegung, sondern eine ganze Familie gleichzeitig: die langsamste, die du als Tonhöhe hörst, und über ihr viele schnellere, leisere. Die heißen Obertöne, und sie sind es, die einen Klang hell machen. Wenn der Filter sie wegnimmt, bleibt die Note genau gleich hoch. Sie klingt nur weiter weg, wie Musik aus dem Nachbarzimmer, wenn die Tür zu ist. Mit dem zweiten Regler entscheidest du, wie viele Obertöne übrig bleiben.
Wenn nichts passiert
Ein Kabel steckt eine Spalte daneben.
Die Löcher sind winzig und sehen alle gleich aus. Ein Kabel, das statt in Spalte 24 in Spalte 23 sitzt, wirkt genauso ordentlich. Nur hängt es dann an nichts. Geh die Kabel dieses Kapitels noch einmal durch und zähl bei jedem beide Enden nach. Die Spaltenzahlen stehen klein auf dem Brett gedruckt, und ein Finger, der mitzählt, ist keine Schande.
Ein Kabel steckt nicht tief genug.
Ein Steckkabel muss so weit hinein, dass der Metallstift ganz im Loch verschwindet und das Kabel von allein hält. Sitzt es nur locker obenauf, berührt es die Klammer darunter nicht, und die Verbindung gibt es einfach nicht. Fahr mit dem Finger über alle Stecker dieses Kapitels und drück jeden noch einmal nach, bis er sitzt.
Ein Bauteil sitzt um 180 Grad verdreht.
Chip, Audioboard und Regler passen in beide Richtungen ins Brett. Nur liegt dann jeder einzelne Pin auf der falschen Spalte. Sieh beim Bauteil dieses Kapitels nach, ob sein erster Pin wirklich auf der Spalte sitzt, die in der Anleitung steht. Zum Umdrehen ziehst du das Teil gerade nach oben heraus, drehst es und setzt es wieder auf; verbogene Pins richtest du vorsichtig mit dem Fingernagel.
Noch einmal ansehen: Schritt 18
Es kann nichts kaputtgehen. Das ganze Gerät läuft mit fünf Volt aus dem USB-Anschluss. Steckt ein Kabel daneben, bleibt der Regler still, und sonst passiert nichts.
Weiter mit Kapitel 4, Encoder 3: Attack. Sieben Schritte, danach setzt der Ton weich oder hart ein.